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Du befindest dich in der Kategorie: nur so... Montag, 03. Oktober 2005
ein Feiertag oder doch eher ein Gedenktag?
Im Hinterkopf hab ich den "Tag der Deutschen Einheit" immer noch am 17. Juni. Jedes Jahr überrascht es mich wieder das es nun der 3. Oktober ist! Bin ich damit allein im Ländle oder geht es manch anderen auch so! Ich frag mich, was ist denn mit dieser "Einheit" im realen Leben? Das die Mauer/n zwischen Ost und West endlich fiel/en war auch gut so und längst überfällig! Nur - ist die Mauer auch aus den Köpfen raus, b.z.w. was gibt es da noch für Mauern die abzubauen wären? Positives bringt auch immer negatives mit sich! Positiv ist für mich: 1. Das menschliche - Familien die sich nur durch größe umstände /wenn überhaupt mal sehen konnten! 2. Kultur - endlich konnten auch die, die keine Verwandtschaft "drüben" hatte die kulturellen/geschichtlichen Plätze aufsuchen. Konnte sich das wunderschöne Weimar ansehen, Goethe-Haus, auf den Ettersberg fahren und sich nach der Filmvorführung fragen.... wie war es möglich das niemand was gewußt haben will? Wie konnten all die Gefangenen auf den Ettersberg gelangen - ohne das sie jemand aus Weimar gesehen? Nicht gezeigt wurde was danach war! Nach 1945 starben im sowjetischen Speziallager Buchenwald II weiter Menschen unter barbarischen Umständen. Metallsäulen, jede für einen Toten, beschreiben heute in einem lichten Laubwald die Gräber für mehr als 7000 Menschen. Fragen wie im Westen - wie konnte dies nur geschehen? Warum hat niemand was gesehen, hat nachgefragt, Nachbarn vermißt u.s.w. Aus heutiger sicht kann man natürlich so naiv fragen - warum-weshalb-wieso. Wir (im Westen) sind, nach dem 8. Mai 1945, aufgewachsen OHNE diese Angst im Nacken, etwas zu sagen/fragen. Viele der ehemaligen DDR-Bürger aber - hatten diese Angst noch bis zum Mauerfall. Man sah und las es in den Medien, vieles hat man schon gewußt und doch war man immer wieder überrascht was alles möglich war. Dieses "aushorchen/ausspionieren/weiterleiten an die stasi" war für mich eigentlich das schlimmste in der ehemaligen DDR was ich las/hörte! Erinnerte es doch sehr stark an das System von vor 1945, wo auch niemand frei seine Meinung kundtun konnte ohne mit Strafen rechnen zu müssen! Die war nun seit dem Mauerfall Vergangenheit und doch hört man immer mehr Menschen sagen "in der DDR war alles besser/schöner! Wollen sie die Mauer wirklich wieder, mit allen Nachteilen, die ein kritischer Bürger hatte? Ihre neugewonnene Freiheit wieder aufgeben? Wieder auf die Warteliste für den Urlaub an der Ostsee? Wierder nach Ungarn, auf Notbetten in drittklassigen Unterkünften oder privat in der etwas größeren Abstellkammer? Wieder jahrelang warten auf einen Trabi? Wieder nicht frei Reisen können obwohl das Geld vorhanden wäre? genauso das Warten auf eine Waschmaschine/Trockner/ectr. Wieder nur durch Beziehungen seine Heizung einbauen können? Wieder "Schlangestehen" vor irgendwelchen Geschäften nur weil es mal Bananen/Südfrüchte/ectr. gab? Wieder nicht seine Meinung OHNE Angst sagen können? War in der DDR wirklich alles so viel besser? In einem geb ich euch "Ewig Gestrigen" recht! In der DDR hätte es niemals diese "Klatzen in ihrer braunen Soße" gegeben, sie säßen noch heute in Bautzen und kämen nicht, wie in einem Rechtsstaat, nach niederbrennen von Häusern, in denen noch Menschen sind oder einem Mord an einen Menschen wegen seiner Hautfarbe/Glauben/anders Denken/Nationalität, mit einer Bewährungsstrafe davon! Ich denke, der "Tag der Deutschen Einheit" sollte am 17. Juni sein... Damals (1953) wußten Sie was Freiheit wirklich bedeutet! Der spontane Aufstand trug politische Forderungen. Die Hauptforderungen im gesamten Land lauteten: "Nieder mit der SED", "Freie Wahlen", "Freilassung aller politischen Häftlinge" "Rücktritt der Regierung", "Abzug der Besatzungstruppen aus Deutschland" und "Wiedervereinigung". Daneben existierten in allen Orten sozialpolitische Forderungen, die den Arbeits- und Lebensalltag betrafen. Aber dass diese Forderungen den politischen zumeist nur aus taktischen Gründen vorangestellt worden waren, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass viele Streiks und Demonstrationen gerade von solchen Arbeitern ausgingen, die überdurchschnittlich gut verdienten.
Der 17.Juni begann als Arbeiteraufstand der sich schnell zum Volksaufstand weitete. Er nahm vielerorts revolutionäre Züge an, bevor er mit Hilfe von russischen Panzern unterdrückt wurde.
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